Wie funktioniert's?

Bremszylinder:
Auf die Plätze, fertig, stop

Das Prinzip des Bremsvorgangs: Physikalisch gesehen wird pneumatische Energie, also Druckluft, in mechanische Energie umgesetzt.

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 08.08.2012

Quietsch, kreisch! Nein, es geht nicht ums Bohren beim Zahnarzt, so unangenehme Geräusche entstehen auch, wenn Züge bremsen. Ziemlich laut und leider fast unvermeidbar. Denn wenn der Lokführer den Zug zum Stehen bringt, reiben die Räder über die Schienen - Metall trifft mit enormen Kräften auf Metall.

Alle Wagen eines Zuges sind durch eine Hauptluftleitung verbunden, die unter fünf Bar Druck steht und eine entscheidende Rolle beim Bremsen spielt. Im Fahrzeugstand, also im Cockpit des Zuges, befindet sich das sogenannte Führerbremsventil. Es sieht aus wie ein Joystick und sorgt je nach Stellung dafür, ob die Bremse gezogen oder gelöst wird.

Unter dem Zug, an den Achsen der Radsätze, sitzen die Druckluftbremsen. Vereinfacht gesagt bestehen sie aus Bremszylinder, Bremsbelägen und Bremsscheiben. Betätigt der Lokführer das Führerbremsventil, sinkt der Luftdruck in der Hauptluftleitung. Aus dem Vorratsluftbehälter strömt die Luft in den Bremszylinder. Dadurch geraten Kolben und Gestänge in Bewegung und pressen die Bremsbeläge gegen die Bremsscheiben. Physikalisch gesehen wird pneumatische Energie, also Druckluft, in mechanische Energie umgesetzt.

Erfunden hat die Druckluftbremsen Ende des 19. Jahrhunderts der amerikanische Erfinder und Ingenieur George Westinghouse. Das Prinzip hat sich bis heute bewährt. Das charakteristische Bremsgeräusch entsteht übrigens dadurch, dass sich das Metall der Fahrflächen bei jedem Bremsvorgang abschleift. Quietsch, kreisch!

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DB Fahrzeuginstandhaltung  



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